When I was 18… mit Captain Gips (#2)

Captain Gips When I was 18

Dieses Mal geht Captain Gips für uns auf Zeitreise (Foto: Maik Carstensen)

„When I was 18“ die Zweite. Dieses Mal erinnert sich Captain Gips an drei Songs, die ihm mit 18 wichtig waren. Der Hamburger Rapper, HipHop-Aktivist und Punk im Herzen ist zusätzlich zu seinen Soloprojekten Teil des Zeckenrap-Kollektivs Ticktickboom und tourt mit seiner Band Neonschwarz durch die AJZs und Clubs dieses Landes. Am 22.11.2013 erscheint über Audiolith sein drittes Album „20.000 Meilen unter dem Yeah“.

„Eines vorweg: Ich zähle hier zwar drei HipHop-Hits auf, aber so sehr ich auch HipHop-Fanatic war, hatte ich auch damals, 1996, schon immer ein offenes Ohr für Bands wie z.B. Rage Against the Machine (In diesem Jahr kam nämlich ihr zweites Album raus), Suicidal Tendencies, Body Count und bedingt durch meine, schon damals bestehende Sankt Pauli-Affinität natürlich Slime usw. Mit 18 hat man sich ja auch oft noch nicht so richtig gefunden. In unserem Freundeskreis war es wichtiger, sich sympathisch zu finden und viel zu kiffen, als den gleichen Musikgeschmack zu haben und so konnte es auch mal vorkommen, dass wir zwischen Hippietüchern um einen Bong saßen und The Doors, Tracy Chapman und natürlich Bob Marley und Peter Tosh abfeierten.“

The Fugees – „Ready Or Not“

„Ich habe 1996 zu meinem 18. Geburtstag von meiner damaligen Freundin das Album „The Score“ von den Fugees geschenkt bekommen und dieses Album liebe ich noch heute. Das haben wir damals auf Interrail-Tour rauf- und runtergehört. Es würde definitv in meinen persönlichen Best-Hiphop-Alben-Ever-Top10 auftauchen. Ich kann das heutzutage nur nicht mehr so oft hören, weil ich sofort melancholisch, bzw. wehmütig werde. Ich verbinde mit so vielen Songs schöne Erlebnisse aus dieser Zeit.“

Redman – „Whateva Man“

„In diesem Jahr kam auch das Album „Muddy Waters“ von Redman raus. Darauf war der (in unseren Augen) Superhit „Whateva Man“. Wir waren uns damals einig, dass Hiphop das Größte ist. Tagsüber Beats machen und Texte schreiben und Nachts raus und Graffiti sprayen. Wir waren echt fanatisch und wir waren auch fanatische Kiffer, weil wir irgendwie dachten, dass es cool wäre. Snoop, Cypress Hill, Method Man und Redman waren ja auch alles große Verfechter von dem grünen Zeug und so fühlten wir uns natürlich bestätigt, dass Richtige zu tun. Erstaunlich, dass wir trotz unseres maßlosen Konsums so viel unternahmen und auf die Reihe bekamen. Aber es war, soweit ich mich erinnern kann, eine sehr coole Zeit und Redman war auf jeden Fall ein Teil vom Soundtrack zu unserem Leben in dieser Zeit.“

Busta Rhymes feat Ol‘ Dirty Bastard – „Woo Ha“

„Busta Rhymes – Woo Ha! Durfte auf keiner Party fehlen. Jeder DJ, in jedem Club hat in dieser Zeit diesen Song gespielt. Damit konnten dann sogar auch die Leute was anfangen, die mit Hip Hop nichts am Hut hatten, aber das könnte auch daran gelegen haben, dass man die Hook auch nach 10 Bieren noch mitgrölen konnte. Dann war da ja auch noch der legendäre Ol´ Dirty Bastard als Gast mit auf dem Song und so konnten wir gar nicht anders, als diesen Song abfeiern. Vielen Dank an punkpoprap für diese Reise in die Vergangenheit. Ich gucke mir jetzt erstmal ein paar alte Fotos an.“

www.captaingips.com

Hier geht’s zur ersten Ausgabe mit Stephan Szillus.

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Wenn Tim nicht gerade hier ist, schreibt er für ein großes Hasen-Magazin, das natürlich hauptsächlich wegen der tollen Texte gelesen wird.

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  1. Pingback: Captain Gips – 20.000 Meilen unter dem Yeah (Review) | punkpoprap

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